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Nachhaltiges Fahrverhalten

Wenn von Klimawandel, Energiewende und Umweltschutz die Rede ist, geht es immer auch um die Zukunft des Straßenverkehrs. Doch nicht nur Politik und Industrie sind in der Verantwortung, Lösungen zu finden: Unser individuelles und alltägliches Verhalten als Verbraucher und Verkehrsteilnehmer trägt entscheidend dazu bei, wie die Welt von morgen aussehen wird.

Der vollständige Verzicht auf ein Kraftfahrzeug ist natürlich die umweltfreundlichste Methode. Gemessen an den hohen Ansprüchen an unsere Mobilität im Privat- und Berufsleben ist dies für die meisten Menschen allerdings schlicht unrealistisch.  Doch auch weit weniger radikale Maßnahmen können die Umwelt nachhaltig entlasten.

Bewusst entscheiden!

Überdenke dein eigenes Verkehrsverhalten und überlege dir gut, inwieweit du zwingend auf das Auto als Verkehrsmittel angewiesen bist – insbesondere wenn du darüber nachdenkst, dir einen eigenen Wagen anzuschaffen. Schließlich sind damit auch langfristig erhebliche Ausgaben für Instandhaltung, Versicherungsbeiträge und Spritkosten verbunden.

Elektro- und Hybridmotoren stellen mittlerweile eine echte, wenn auch kostspielige Alternative zu spritbetriebenen Fahrzeugen dar, doch auch hier lohnt sich eine Investition nur bei entsprechendem Bedarf. Um entsprechende Anreize zu schaffen, bezuschusst der Staat Neuwagenkäufe bis Ende 2021 mit einer Umweltprämie für E-Fahrzeuge von bis zu 6.000 Euro.

Bewusst fahren!

Hinter dem Steuer kannst du mit geringem Aufwand deinen Kraftstoffverbrauch erheblich reduzieren.  Eine energieeffiziente Fahrweise verringert den Schadstoffausstoß und erspart dir auf Dauer die ein oder andere Tankfüllung.

Schalten und walten: Das niedertourige Fahren im höchstmöglichen Gang gehört zu den Grundbedingungen fürs Benzinsparen. Tritt beim Gas geben das Pedal weit durch und schalte nach einer kurzen Beschleunigung gleich in den nächsthöheren Gang.

Gleichmäßiges Fahren: Versuche, deine Geschwindigkeit konstant zu halten. Anfahren und Beschleunigen verbrauchen besonders viel Sprit. Um unnötige Bremsungen zu vermeiden, solltest du deshalb immer aufmerksam und möglichst vorausschauend fahren. Lass dein Fahrzeug rechtzeitig ausrollen, anstatt mit Vollgas auf eine rote Ampel zu rasen und dann heftig abzubremsen.

Motor aus bei Stillstand: Apropos Ampel: Bei Wartezeiten von mehr als 20 Sekunden lohnt es sich, den Motor abzuschalten. In keinem anderen Zustand verbraucht dieser so viel Kraftstoff wie im Stand. Auf dem Fahrrad würdest du ja auch nicht im Leerlauf auf der Stelle treten. 

Energieverbrauch reduzieren: Den Strom zum Betrieb von Klimaanlage, Heizung und Co. erzeugt der Fahrzeugmotor, was zusätzlich Sprit kostet. Schalte unnötige Stromverbraucher nur bei tatsächlichem Bedarf ein und gleich wieder ab, sobald diese ihre Funktion erfüllt haben.      

Reifendruck beachten: Zu wenig Luftdruck in den Reifen führt zu Mehrverbrauch und höherem Verschleiß. Du solltest den Reifendruck regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls gemäß der Angaben des Fahrzeugherstellers um bis zu 0,2 Bar erhöhen.

Ballast abwerfen: Egal ob Straßenatlas auf der Rückbank, Gepäckträger auf dem Dach oder leere Getränkekiste im Kofferraum – zusätzliches Gewicht bedeutet höheren Spritverbrauch! Unnötigen Ballast solltest du deshalb entfernen und Dach- oder Heckgepäckträger nach dem Gebrauch umgehend wieder abmontieren.

Alternativen finden!

Abgesehen von deinem eigenen Fahrverhalten stehen dir als umweltbewusstem Verkehrsteilnehmer eine Vielzahl von Fortbewegungsmöglichkeiten zu Verfügung. Warum nicht das Auto einfach mal stehen lassen und …

... bitte umsteigen: Der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist eine naheliegende und in aller Regel kostengünstigere Alternative zum Pkw. Wo möglich, lohnt es sich, auf Bus und Bahn auszuweichen.

… Kurzstrecken vermeiden: Benzinverbrauch und Verschleiß sind bei kaltem Motor besonders hoch. Die Fahrt zum Bäcker an der Ecke ist sicher bequemer, doch wenn du stattdessen das Rad nimmst oder zu Fuß gehst, dankt es dir nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Gesundheit!

… Fahrgemeinschaften bilden: Gemeinsam fahren ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern macht auch mehr Spaß! Ein voll besetztes Auto hat eine deutlich bessere Umweltbilanz als wenn deine Kollegen und du die gleiche Strecke getrennt fahren. Außerdem verringern Fahrgemeinschaften das Stauaufkommen im Berufsverkehr.

Mein Auto ist dein Auto

Share-Economy-Modelle sind überall auf dem Vormarsch. Auch im Straßenverkehr lautet die Devise immer häufiger „nicht besitzen, sondern teilen“. Wenn du selbst nur selten ein Auto benötigst, sind Mitfahrgelegenheiten und Carsharing ökologischere wie auch wirtschaftlichere Gegenentwürfe zum Kauf.  Inzwischen gibt es eine große Anzahl privater und gewerblicher Angebote zur gemeinschaftlichen Fahrzeugnutzung.

Mitfahrgelegenheiten sind vor allem für längere Strecken eine tolle Möglichkeit, um günstig von A nach B zu kommen. Auf einschlägigen Internetportalen oder in regional organisierten Mitfahrzentralen findest du auch kurzfristig für nahezu jede Verbindung eine passende Option. Oder nimm doch selbst ein paar Passagiere an Bord, bevor du eine lange Fahrt antrittst. So sparst du Spritkosten und vertreibst die Langeweile auf der Autobahn.

Kommerzielles Carsharing ist eine noch recht junge Ergänzung des öffentlichen Verkehrs. Als Mitglied einer entsprechenden Organisation kannst du bei Bedarf jederzeit auf designierten oder öffentlichen Parkplätzen abgestellte Fahrzeuge nutzen. Im Unterschied zur konventionellen Autovermietung erlaubt Carsharing auch die kurzzeitige, auch minutenweise Anmietung eines Wagens.

Privates Carsharing bedeutet die gemeinsame Nutzung und geteilte Kosten eines Autos unter einander bekannten Privatpersonen. Spezielle Versicherungen und Verträge helfen den Parteien, sich auch rechtlich abzusichern. Für die Organisation und Vermittlung haben sich in den vergangenen Jahren nichtkommerzielle Internetplattformen etabliert.

Mal eben kurz die Welt retten?

Wie du siehst, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Umwelt zu entlasten. Wenngleich die Verantwortung für unsere Erde beim Individuum anfängt, ist die Transformation des Verkehrswesens eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Als aktiver Verkehrsteilnehmer ist hierfür ein dauerhaft schlechtes Gewissen ebenso hinderlich wie eine sture "Geht-mich-nichts-an-Haltung". Schließlich können schon bescheidene Beiträge in der Summe große Wirkung entfalten!

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Unsere Fahrlehrer vermitteln dir bereits während deiner Ausbildung spielerisch ökologisches Bewusstsein und energiesparendes Fahrverhalten. Vereinbare noch heute einen unverbindlichen Beratungstermin.